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SPD Ortsverein Nord erschrocken über Umgang mit EDG-Mitarbeitern

Eine Gesellschaft braucht klare Regeln

Am Freitag veröffentlichte Berichte über Beleidigungen und Gewaltandrohungen gegenüber Mitarbeitern der städtischen Entsorgungsgesellschaft (EDG) rufen im SPD Ortsverein Dortmund Nord Empörung hervor. In einer Pressemitteilung schreibt der Vorsitzende, Andreas Cierpiol, es könne nicht sein, dass diejenigen, die sich um die Sauberkeit und Gesundheit in der Nordstadt kümmern, bedroht werden. „Schon die Tatsache, dass die EDG hier in Doppelschichten arbeiten muss, sagt einiges über manche Bewohner in dem Viertel aus. Diese Leute sind in der Minderheit, bringen aber den ganzen Stadtteil in Verruf. Dass man sich dann aber auch noch mit dem Tode drohen lassen muss, wenn man täglich den Dreck anderer Leute wegräumt, macht mich wütend“, so Cierpiol weiter. Jeder Vorfall müsse genau protokolliert und angezeigt werden, um denjenigen, die sich besonders stark fühlten, den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Unsere Solidarität muss den Menschen gelten, die hier gute und ehrliche Arbeit leisten. Als Gesellschaft dürfen wir nicht wegschauen. Wir müssen klare Regeln für das Zusammenleben formulieren, deren Einhaltung fordern und vor allem die Nichteinhaltung konsequent bestrafen. Dazu gehört auch die einfache Regel, dass man seinen Müll nicht auf die Straße wirft“, heißt es in der Pressemitteilung.

Andreas Cierpiol, der als Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit sitzt, kennt die Probleme gut. „An manchen Tagen kann man keine fünf Meter gehen, ohne über den Ratten anziehenden Müll anderer Leute zu stolpern“, sagt er und versteht, dass viele Bewohner der Nordstadt den Rücken kehren: „Ich kann nachvollziehen, dass Menschen wegziehen. Die Nordstadt braucht diese Leute allerdings. Bewohner, die sich an Regeln halten und nicht alles mitmachen, bringen Stabilität in den Stadtbezirk. Meine Hochachtung gilt den Menschen, die mit einem Lächeln den Dreck derjenigen wegmachen, die zu der Zeit noch im Bett liegen.“